In den Niederlanden ist der Preis für landwirtschaftliche Nutzflächen im1. Halbjahr 2010 deutlich gesunken. Verglichen mit dem Vorjahr gab der Durchschnittspreis für Acker- und Grünland um 4.000 auf 38.000 €/ ha nach. Das geht aus der Halbjahresbilanz hervor, die der Niederländische Maklerverband (NVM) in dieser Woche in Nieuwegein bei Utrecht vorgestellt hat. Der Maklerverband führt den ersten Preisrückgang für Agrarflächen seit 2004 auf die Wirtschaftskrise zurück, berichtet das Wiener Agrarinformationszentrum. Vor allem abseits gelegene und kleine Parzellen haben deutlich an Wert verloren. Nahe bei Landwirtschaftsbetrieben gelegene Flächen sind hingegen weiterhin gesucht. Der Maklerverband geht davon aus, dass der Bodenpreis vorläufig seinen Höchststand erreicht hat.

Laut einer Untersuchung der Universität Wageningen werden in den Niederlanden in den nächsten fünf Jahren zwischen 17.000 und 19.000 Landwirtschaftsbetriebe aus der Produktion ausscheiden. Von 1999 bis 2009 haben 28.500 Betriebe aufgegeben. (az)
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