Niedrigwasser der Elbe bereitet Probleme

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Auf Grund des Niedrigwassers auf der Elbe ist der Transport von Massengütern, zu denen auch Agrargüter zählen, fast vollständig eingestellt worden, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Nur ergiebige Regenfälle in Tschechien, wo der Fluss entspringt, könnten die Situation entspannen. "Im Augenblick herrscht Ruhe auf der Elbe", beschreibt ein Vertreter der Deutschen Binnenreederei AG, Berlin, die Situation des Massenguttransports auf dem gesamten Elbabschnitt von Magdeburg elbaufwärts in Richtung des tschechischen Decin. Die Wirtschaftlichkeitsgrenze für den Transport dieser Güter sei unterschritten.

Zwar gebe es keine gesetzlichen Regelungen, ab wann die Schifffahrt eingestellt werden muss. Ab einer Wassertiefe von unter 1 m könnten die Schiffe jedoch weniger Fracht aufnehmen und die Fahrten, etwa mit Getreide, würden sich nicht mehr rechnen. Der Transport von Getreide beispielsweise von Magdeburg in Richtung Tschechien mit wesentlich weniger Fracht als normal lohne sich momentan nur, wenn das Schiff ohnehin leer zurückgefahren wäre, erklärte die Sächsische Binnenhäfen Oberelbe (SBO) GmbH in Dresden. (Sz)

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