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Nachdem der zweite MKS-Ausbruch in den Niederlanden in lediglich 80 km Entfernung zu der deutschen Grenze festgestellt wurde, forderte Wilhelm Niemeyer, Präsident des Landvolks Niedersachsen, heute auf einer Pressekonferenz in Hannover die Genehmigung der sofortigen Impfung in bedrohten Regionen. Die dramatische Entwicklung in Großbritannien zeige, dass die Seuche ohne eine Flächenimpfung kaum noch in den Griff zu bekommen sei. Gleichzeitig müsse der Handel mit geimpften Klauentieren und deren Erzeugnissen EU-weit festgestellt werden. Nachdrücklich sprach sich der Präsident wegen einer möglichen Seuchengefahr für die Verschiebung des Castor-Transportes nach Gorleben aus. Die Menschen, die sich aus ganz Europa - und auch aus den Seuchen befallenen Staaten Großbritannien und Frankreich - zur Demonstration in Gorleben angekündigt hätten, stellten eine zu große Übertragungsgefahr dar. (GH)
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