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So belaufen sich Japans Agrargüterexporte laut Angaben des Agrarministeriums auf den Gegenwert von 443 Mrd. Yen, während die Importe mit 6563 Mrd. Yen fast das 15-Fache erreichen. Japan ist seit 1984 der größte Importeur agrarischer Rohstoffe und Nahrungsmittel weltweit. Entsprechend niedrig ist die Produktion bei klassischen Ackerkulturen.

So liegt die Weizenproduktion 2016 laut USDA bei etwa 1,0 Mio. t. Der Binnenverbrauch wird auf 6,4 Mio. t taxiert, entsprechend werden die Importe auf 5,7 Mio. t veranschlagt. Fast die Hälfte der Weizeneinfuhren stammt aus den USA. Gerste spielt mit einer Erzeugung von 177000 t nur eine sehr untergeordnete Rolle. Mais wird faktisch nicht kultiviert. Der Konsum von 15,1 Mio. t wird daher gänzlich aus Importen gedeckt, welche 2016 auf 15,0 Mio. t geschätzt werden. Damit ist Japan der größte einzelstaatliche Maisimporteur weltweit. Der Mais stammt zum größten Teil aus den USA, Brasilien sowie Argentinien und wird vorwiegend in der Tierfutterproduktion eingesetzt.

Die wichtigste Ölfrucht des Landes ist die Sojabohne, die sich vor allem in der vielfältigen Küche des Landes wiederfindet. Die Produktion beläuft sich 2016 auf 242000 t. Zusätzlich importiert Japan 3,25 Mio. t Sojabohnen, um den Konsum von 3,6 Mio. t zu decken. Die gesamte Produktion an Pflanzenölen der japanischen Ölmühlen wird vom heimischen Agrarministerium für das Kalenderjahr 2015 auf 1,70 Mio. t veranschlagt.

Das dominierende Agrarprodukt Japans ist Reis. Im globalen Ranking nimmt Japan Rang 10 ein. Das USDA veranschlagt die Erzeugung 2016 auf 7,65 Mio. t und erwartet für 2017 eine minimale Steigerung der Produktion auf 7,68 Mio. t. Auch hier deckt die Erzeugung nicht den Binnenverbrauch von 8,6 Mio. t. Zusätzliche Importe in einer Größenordnung von 700000 t in diesem Jahr stammen größtenteils aus den USA und Thailand. Exporte spielen mit 75000 t nur eine untergeordnete Rolle. (az)

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