Noch große unverkaufte Rapsmengen im Süden

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"Der Rapsmarkt bietet derzeit keinen Anlass große Positionen einzugehen", sagte Dr. Volker Schäfer, Ölsaatenhändler bei der Baywa AG, München, auf Anfrage von ernährungsdienst.de. Der Markt habe inzwischen kein Eigenleben, sondern sei voll im Griff der internationalen Finanzkrise. Die weitere Marktentwicklung ist äußerst schwer einzuschätzen, zumal der Rapsölmarkt wegen der erheblichen Überhänge schwierig verläuft. Vor allem in Süddeutschland schätzt Schäfer den Anteil an unverkauftem Raps aus der vergangenen Ernte noch auf etwa 50 Prozent bei Landwirten und Erfassungsunternehmen. Anfang Dezember 2008 waren es noch knapp 70 Prozent. "Zahlreiche Händler haben zu teuer gekauft und hoffen auf steigende Preise." Diese Spekulation könnte allerdings nur aufgehen, wenn es weltweit zu außergewöhnlichen Ereignissen wie Trockenheit oder ähnlichem kommt. Aktuell bewegen sich in Süddeutschland die Erzeugerpreise für Rapssaat um 270 €/t netto. Für Februar/März werden franko Straubing derzeit 293 €/t genannt. (HH)
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