Noch viel Getreide in Bayerns Lägern

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Bayerische Landwirte haben bisher nahezu ein Drittel weniger Weizen und Roggen als im Vorjahr angeliefert, stellt der Bayerische Müllerbund fest. Nach Ansicht des Geschäftsführers, Dr. Josef Rampl, verhindern die ernormen Mengen, die noch immer auf den bäuerlichen Betrieben liegen, eine kurzfristige Marktentlastung. An der Bayerischen Warenbörse München-Landshut warnte Rampl vor dem "Irrglauben", durch Überlagerung bis zur neuen Ernte die Markt- und Preisprobleme lösen zu können. Im Hinblick auf den zu erwartenden geringeren Düngereinsatz meinte er: "Die Bauern sollten nicht nur überlegen welche Kosten sie durch weniger Dünger sparen, sie sollten auch bedenken, welche Kosten entstehen, wenn nach der kommenden Ernte eine Flut von Weizen mit geringen Proteingehalten vermarktet werden muss." (HH)
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