Noch viele Barrieren im Ethanol-Handel

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Bevor Ethanol zu einem im großen Stil weltweit gehandelten Rohstoff wird, sind noch viele Hürden zu nehmen, erkennt Eduardo Luis Leao de Sousa, Geschäftsführer der Unica, einer großen Vereinigung brasilianischer Zuckerrohranbauer. "Viele tarifäre und nicht tarifäre Hindernisse behindern die Ausweitung des Handels", sagte de Sousa auf einer Zucker- und Ethanolkonferenz des Analystenhauses F.O. Licht in Sao Paulo. Zucker sei einer der am besten geschützten Märkte in den Industrienationen. Seine Mitglieder hoffen auf Handelserleichterungen durch einen Abschluss der WTO-Doha-Runde. In den wichtigen Märkten EU, Asien und Afrika versuche Brasilien, durch diplomatische Initiativen bei Medien, Meinungsführern und Politikern den Marktzugang für brasilanisches Ethanol zu erleichtern.

Christoph Berg, Managing Director bei F.O. Licht, erwartet, dass die Marktentwicklung bei Ethanol nach der momentanen Abschwächung wieder dynamisch nach oben weisen werde. Insbesondere in den USA bestehe zurzeit eine Überversorgung. Dies führe aber zu einer Konsolidierung unter den Produzenten, die die Krise überstehen, berichtet Agra Europe London. (BS)

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