Noch weniger Weizen in Mittel- und Osteuropa

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Die Länder in Mittel- und Osteuropa haben 2003 nach Schätzungen des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA zusammen weniger als 21,0 Mio. t Weizen gerntet. 2002 waren es nach den USDA-Zahlen noch 30,5 Mio. t und 2001 sogar 34,9 Mio. t gewesen. Das USDA summiert in dieser Zahl Weizenernten aus Ländern wie Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Serbien sowie den kleineren Produzenten in der Region. Diese kleine Ernte fällt 2003 zusammen mit mageren Ernten in den GUS-Ländern, in denen vor allem die großen Produktionsländer Russland, Ukraine und Kasachstan für den Weltmarkt von Bedeutung sind. Zusammen haben die GUS-Länder 2003 nur 61,9 Mio. t Weizen geerntet. Demgegenüber steht die Rekordmenge 2002 von 97,4 Mio. t. Für 2001 ermittelte das USDA 91,3 Mio. t Weizen. Größere Weizenexporte erwartet das USDA in diesem Jahr nur aus Kasachstan. Andere mittel- und osteuropäische Länder, aus denen in den vergangenen Jahren umfangreichere Weizenexporte kamen, müssen in diesem Jahr sogar importieren. Prominentes Beispiel ist die Ukraine, für die das USDA 2003/04 einen Weizenimportbedarf von 3,0 Mio. t ausweist. Marktbeobachter gehen von deutlich höheren Mengen bis zu 5,0 Mio. t aus. (db)
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