Quartalszahlen

Nord/LB plant Stellenabbau

Das Ergebnis vor Steuern lag nach Angaben der Bank in den ersten drei Monaten 2017 bei 255 Mio. €. Das Konzernergebnis nach Steuern belief sich auf 214 Mio. €. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte die Nord/LB noch einen Vorsteuerverlust von 107 Mio. € verdauen müssen. Die Nord/LB hatte 2016 die wegen fauler Schiffskredite in Not geratene Bremer Landesbank (BLB) gerettet und vollständig übernommen. Infolgedessen hatte die Nord/LB zum Jahresende 2016 einen Rekordverlust von rund 2 Mrd. € ausweisen müssen. 

„Wir sind gut ins neue Jahr gestartet. Mit diesem Ergebnis haben wir den ersten Schritt für unser Ziel gemacht, auch für das Gesamtjahr einen Gewinn zu erwirtschaften“, sagte Thomas Bürkle, Vorstandsvorsitzender der Nord/LB. Auch wenn die Geschäfte gut liefen und die Risikovorsorge zurückgegangen sei, stelle die Schiffskrise die Bank weiter vor große Herausforderungen. „Nach wie vor können wir keine Entwarnung geben", so Bürkle.

Verschmelzung verläuft nach Plan

Was die vollständige Integration der Bremer BLB in die Nord/LB angehe, sei man auf einem guten Weg. Die rechtliche Verschmelzung sei für den 31. August 2017 geplant. Um den Konzern insgesamt nachhaltig profitabel zu machen, wolle die Bank bis Ende 2020 die Kosten um jährlich 150 bis 200 Mio. € senken. Damit verbunden sei der Abbau von bis zu 1.250 Stellen im Gesamtkonzern und den Tochtergesellschaften. Kurzfristig rechnet der Vorstandsvorsitzende mit erhöhten Restrukturierungskosten. (mrs)
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