Nordafrika deckt sich mit Weizen ein

Algerien hat in den ersten Wochen des Jahres rund 700.000 t Weichweizen in Drittländern bestellt und Ägypten rund 350.000 t. Von umfangreichen Weizenkäufen berichtete die EU-Kommission am Donnerstag im Verwaltungsausschuss in Brüssel. Französische Händler sollen am Geschäft mit Algerien beteiligt sein. Nach Auskunft der Kommission kaufte Algerien 175.000 t Weizen in Frankreich zu 350 US-$/t cif. Aus Argentinien soll Algerien ebenfalls 175.000 t Weizen zu 340 US-$/t cif beziehen und zudem noch einmal 350.000 t zu 353 US-$/t cif ohne Herkunftsangabe. Ägypten beziehe seinen Weizen hauptsächlich aus Australien und den USA, informierte die Kommission im Ausschuss. In der EU wurden zwischen dem 5. und dem 11. Januar Exportlizenzen für 675.000 t Weizen beantragt, davon 537.000 t in Frankreich, 82.000 t in Deutschland und 50.000 t in den Niederlanden. Die zwischenzeitliche Stärke des US-Dollars habe die Weizenausfuhren aus der EU beflügelt, hielt die Kommission fest.  (Mö)
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