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Der Fleischkonzern Danish Crown kämpft einen harten Kampf gegen zu hohe Kosten, abnehmende Schweinelieferungen und murrende Inhaber. Das spiegelt sich auch im Finanzergebnis für 2004/05 wider, das jetzt mit dem aktuellen Geschäftsbericht präsentiert wurde. Das Geschäftsjahr 2004/05 endete für Danish Crown zwar mit einem um 10 Prozent auf 6,5 Mrd. € gestiegenen Umsatz. Das Finanzergebnis wird vom Vorstand jedoch als „kaum befriedigend“ bezeichnet, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Der Gewinn fällt mit 165 Mio. € um 4,5 Mio. € niedriger aus als im Vorjahr. Die Situation im Unternehmen wird geprägt von einem deutlich sinkenden Schweineaufkommen und einem hohen Lohnniveau in der Verarbeitung sowie der Veredelung, räumt die Konzernführung ein. Die Zahl der verarbeiteten Schweine bei Danish Crown sank 2004/05 auf 19,3 (Vorjahr: 20,7) Millionen Tiere. Anfang Oktober wurde die „Hakenkapazität“ drastisch weiter gekürzt um 300.000 Schweine im Jahr durch die Schließung eines weiteren Schlachthofs in Mittel-Dänemark.

Durch die Bereitschaft zu schnellen Eingriffen und die schon vorher durchgeführte weitgehende Konzentration der Verarbeitung befindet sich das Unternehmen nach Ansicht des Vorsitzenden der Geschäftsführung Kjeld Johannesen auf einem guten Weg. „Wir haben in den richtigen Bereichen die Hebel angesetzt und werden deswegen an den Plänen festhalten, langfristig an den europäischen Marktpreis für Schweine anknüpfen zu können“, so der Konzernchef. Er räumt allerdings ein, dass der Kampf zur Stärkung der Position von Danish Crown auf dem europäischen Markt langwierig und zäh werde. Ein Indiz für die im Wesentlichen positive Perspektive für den Konzern sei der 2004/05 trotz allem gestiegene Umsatz. Allerdings ist der Umsatz laut Johannesen auf dem wichtigen deutschen Markt um gut 5 Prozent niedriger ausgefallen, vermutlich wegen der enttäuschenden Grillsaison. (WV)

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