Nordosten bangt um Rapsbestände

Das Ausmaß der Schäden durch die sibirische Kälte in den Rapsbeständen im Nordosten ist noch ungewiss. Pflanzenbauberater erwarten eine gewisse Klarheit in den kommenden zehn Tagen. Nach Schneefällen und Temperaturen um den Gefrierpunkt hoffen Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern jetzt auf den für die kommenden Tage angekündigten Wetterwechsel. Die Stimmung in der Landwirtschaft ist gedrückt. Die Winterbestände wurden in den vergangenen Wochen stark strapaziert. Auf den Feldern stehen teilweise große Wasserpfützen, die nach der Frostperiode Anfang Februar jetzt wieder auftauen. Unsicherheit herrscht derzeit hinsichtlich der Entwicklung von Raps. Die schwach entwickelten Pflanzen liegen flach auf dem Boden, die Blätter sind sichtbar braun gefärbt. Inwieweit die Pflanzen durch die Kahlfröste von bis zum Minus 25 Grad Celsius geschädigt sind, ist derzeit noch ungewiss. In den kommenden Tagen soll es wärmer werden. Wenn sich das Herzblatt wieder grün zeigt, seien die Bestände noch intakt, erklären Pflanzenbauberater. Doch können sie nicht ausschließen, dass es zu Auswinterungsschäden kommen wird. 

Nach den schwachen Rapsernten 2010 und 2011 mit Erträgen von regional 25 dt/ha befürchten Landwirte im Nordosten nun ein weiteres Mal das Schlimmste. Schon die Aussaatbedingungen im Herbst waren alles andere als optimal. Müssen die Flächen umgebrochen werden, wollen Landwirte nach eigenen Angaben vor allem Mais anbauen. (da) 
stats