Nordrhein-Westfalen: Erster Weizen ist vielversprechend

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Die Wintergersten8ernte in Nordrhein-Westfalen wird nach 14-tägiger Verspätung zum Wochenende so gut wie abgeschlossen sein. Nachdem auf den zuerst geernteten Wintergerstenflächen sehr hohe Hektolitergewichte erzielt wurden, haben sich die Werte in der Haupternte relativiert, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Inzwischen liegen die Qualitäten in beiden Landesteilen im Schnitt nur noch bei 62 bis 63 kg/hl. Die Erträge bei Gerste waren gut bis sehr gut. Bei großen Schwankungsbreiten deuten sich nach Schätzungen des Handels im Rheinland Durchschnittserträge von 85 bis 90 dt/ha und in Westfalen von 70 bis 75 dt/ha bei an. Mit dem Beginn der Braugerstenernte wird erst in der kommenden Woche gerechnet.

Inzwischen wurden im Rheinland auf den frühen Standorten die ersten Weizenpartien gedroschen. Dabei konnte bisher durchweg mühlenfähige Ware eingebracht werden. Die Proteinwerte wiesen zwar noch Schwankungen auf, dürften aber im Schnitt zwischen 12 und 13 Prozent liegen. Die Fallzahlen waren sehr hoch und lagen zwischen 280 und 400 Sek. in der Spitze. Die Erträge lagen auf den schlechteren Böden um die 90 dt/ha und werden vielversprechend bewertet. Erste Roggenpartien, die im Rheinland gedroschen wurden, wiesen zudem gute Fallzahlen über 200 Sek. auf, wobei die Werte noch nicht repräsentativ sind.

Bei der Rapsernte deuten sich in beiden Landesteilen sehr gute Erträge zwischen 40 und mehr als 50 dt/ha an. Bei Durchschnittserträgen von 45 dt/ha rechnen große Rapserfasser mit 20 Prozent höheren Erträgen als im Vorjahr. Auch die Ölgehalte mit 41 bis 43 Prozent fallen nach ersten Erkenntnissen gut aus. (St)

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