Zwischenfazit

Nordzucker spürt harten Wettbewerb


Die Nordzucker AG hat in den ersten neun Monaten der Geschäftssaison 2014/15 (März bis November 2014) einen Umsatz von knapp 1,5 Mrd. € erwirtschaftet. Dieser lag wegen deutlich niedrigerer Preise und etwas geringerer Absatzmengen erheblich unterhalb Vorjahresniveau (1,8 Mrd. €). Vor allem gesunkene Preise bei Quoten- und Nicht-Quotenzucker führten laut Nordzucker dazu, dass auch der Periodenüberschuss von 258 auf 74 Mio. € zurückging.

„Der intensive Verdrängungswettbewerb um Marktgebiete und Kunden in der EU geht weiter. Gleichzeitig dürfen wir die hohen Bestandsmengen nicht exportieren, während die EU unverändert hohe Importe nach Europa zulässt. Diese Politik spiegelt sich jetzt in den Marktpreisen wider", erklärt CEO Hartwig Fuchs die Situation. Nordzucker erwarte aus diesen Gründen ein „äußerst schwieriges nächstes Geschäftsjahr", das zu einem negativen Periodenergebnis 2015/16 führen könnte. Auch wenn vermutlich die Talsohle der Preisentwicklung erreicht sei, werde ein spürbar positiver Einfluss auf das Ergebnis nicht vor 2016/17 erkennbar sein.

„Wir werden sofort massiv Kosten sparen. Deshalb haben wir ein neues Effizienzprogramm gestartet, das diesen Prozess konzernweit vorantreibt", so Fuchs. Zudem würden Investitionen zeitlich verschoben und die Anbaufläche für die kommende Kampagne in enger Abstimmung mit den Rübenanbauern reduziert, um nicht Überschussmengen zu produzieren, die nicht vermarktbar sind.

Sie solide Finanzpolitik der Vergangenheit mit der Rückführung der Verschuldung gegen Null würde das Unternehmen dennoch in die Lage versetzen, diese schwierige Phase aktiv zu gestalten. Nordzucker halte an der Internationalisierungs- und Wachstumsstrategie fest und prüfe auch weiterhin Zukunftsinvestitionen. (Sz)
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