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Die Absage des Bundesumweltministeriums an den Kraftstoff E10 für Fahrzeuge stellt die Produktion von Bioethanol bei der Nordzucker AG nicht in Frage. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervor. Die Entscheidung für den Einstieg in die Bioethanolproduktion für die Tochtergesellschaft Fuel 21 basiere auf dem Bekenntnis zur nachhaltigen Erzeugung von Biokraftstoffen aus heimischen Agrarprodukten. Als rechtliche Basis nennt die Nordzucker das Biokraftstoffquotengesetz, das die Beimischung von bis zu 5 Prozent Bioethanol zu mineralischen Kraftstoffen vorsieht. Bis zum Jahr 2010 sollen 3,6 Prozent Bioehtanol im Kraftstoff enthalten sein, was dem heutigen E5 entspreche.

Allein auf der Basis dieses Gesetzes werde der Bedarf an Bioethanol in Deutschland von rund 450.000 t im Jahr 2007 auf 1,2 Mio. t im Jahr 2010 ansteigen.Für die Fuel 21 Gmbh & Co KG in Kleinwanzleben werden jährlich 102.700 t Bioethanol erzeugt.

Aus Sicht der Nordzucker ist die Diskussion um die Verträglichkeit des E10 für Fahrzeuge fragwürdig. „In anderen Ländern, wie zum Beispiel in den USA, gibt es eine solche 10-prozentige Beimischung und dort fahren unbeschadet deutsche, französische und japanische Autos mit diesem Gemisch. In Brasilien fahren Kraftfahrzeuge mit konventionellen Motoren sogar mit einem Gemisch, das bis zu 25 Prozent Bioethanol enthält,“ hebt Dr. Albrecht Schaper, Vertriebsleiter der fuel 21, hervor. (brs)

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