Normales Geschäft mit Ägypten

Die Proteste in Kairo haben bisher kaum Spuren im Getreidehandel hinterlassen. Dies bestätigte die EU-Kommission im Verwaltungsausschuss am Donnerstag in Brüssel. Ägypten habe in dieser Woche 170.000 t Mahlweizen in Australien und den USA gekauft, führte die Kommission aus. Sie nannte Preise von 346 bis 355 US-$/t cif. In Algerien summierten sich die Weizeneinkäufe im Januar auf 2,3 Mio. t. Offen sei in Algerien noch ein Einkaufstender über 50.000 t Weizen. Weizenexporte aus der EU sind rückläufig. Zwischen dem 2. und dem 8. Februar vergab die Kommission Ausfuhrlizenzen für 128.000 t Weizen in der EU. Das ist weniger als in den Vorwochen. Aus der Intervention wurden im Verwaltungsausschuss 381.000 t Gerste verkauft. In Deutschland gab die Kommission 123.401 t Gerste den Zuschlag zu einem Mindestpreis von 198,86 €/t. In Finnland waren es 175.722 t Gerste zu 180,18 €/t. Nach umfangreichen Verkäufen verbleiben in der Intervention der EU noch 346.000 t Gerste. (Mö)    
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