Der norwegische Landwirtschaftsminister will heimische Bauern schützen. Die EU-Kommission protestiert.  

Der norwegischer Agrarminister, Trygve Slagsvold, fordert einen größeren Schutz der heimischen Landwirtschaft. Käse, Rind- und Lammfleisch sind von der Umstellung der Einfuhrregeln betroffen. Besonders für Hartkäse soll der Zoll ab dem kommenden Jahr deutlich angehoben werden.

Die EU-Kommission habe nach Informationen des Handelsblatts bereits die „Unvereinbarkeit mit bestehenden Vereinbarungen“ kritisiert. Den Vorwurf des Protektionismus wies der Landwirtschaftsminister jedoch zurück. Das werde den Handel mit der EU kaum behindern, argumentiert das Agrarministerium in Oslo.

Schließlich steige das Einfuhrkontingent für Käse aus der EU 2013 von 2500 t auf 7000 t an. Rindfleisch werde nicht aus der EU, sondern aus Südamerika bezogen. Für eine begrenzte Rindfleischmenge aus Südamerika soll deshalb ein neues Einfuhrkontingent eingerichtet werden.

Norwegen wolle sich mit höheren Einführzöllen einen Spielraum für das interne Stützniveau schaffen, erklärte der Mitarbeiter. Es gebe keinen anderen Weg, die Landwirtschaft zu schützen, betonte der norwegische Landwirtschaftsminister Trygve Slagsvod.

Norwegen ist kein Mitglied der EU gehört aber zum Europäischen Wirtschaftsraum. Aus der EU werden Waren im Wert von rund 42 Mrd. € importiert. (Mö/hed)
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