Landtechnik-Leasing

Nürnberger schluckt Conlink

Der norddeutsche Leasinganbieter Conlink wechselt den Besitzer. Künftig hat in dem Unternehmen der Nürnberger Kaufmann Ferdinand Dorn (Nürnberger Leasing) das Sagen. Der Conlink-Altinhaber Volker Jeschke bleibt mit 49 Prozent an der Conlink beteiligt, teilt die Nürnberger Leasing mit. Dorn werde sich auf die Marktfolge, also Kreditentscheidungen und Kapitalbeschaffung konzentrieren. Tatsächlich erworben habe Dorn nur das Neugeschäft mit Landwirten und Kommunen in Norddeutschland und den neuen Bundesländern, etwa der Finanzierung von Traktoren oder Unimogs für städtische Bauhöfe. Das Altgeschäft im Wert von 85 Mio. € verbleibe zu 75 Prozent in anderen Händen.

Den Geschäftsbereich Fullfillment mit einem Bestand von 150 Mio. € führt die Nürnberger Leasing administrativ in ihrer neuen Conlink Finance GmbH fort, ohne dass er ihr gehört. Das Neugeschäft, das an die Nürnberger Leasing geht, prognostiziert Dorn konservativ mit 20 Mio. € pro Jahr. „Wir haben nur die Zukunft des Unternehmens gekauft“, stellt Dorn klar. Nach vier Zukäufen binnen vier Jahren sei er nun „Deutschlands größte Banken-unabhängige Leasinggesellschaft“, die ein jährliches Neugeschäft von 170 Mio. € verwaltet.

Die 1989 gegründete Nürnberger Leasing betreut nun nach eigenen Angaben mit 54 Mitarbeitern an bundesweit vier Standorten 3.000 Verträge mit einem aktuellen Volumen von 360 Mio. €. Mit der abcfinance GmbH, die jährlich 900 Mio. € im Leasing finanziert, hat Dorn 2011 außerdem die Nürnberger Leasing Vertriebs GmbH gegründet, an der er 55 Prozent hält. Das Joint Venture erlaube, neue Märkte und Nischen schneller zu entwickeln und größere Finanzvolumina besser zu strukturieren. (SB)
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