Nüssel schlägt Kompromiss bei Intervention vor

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In einem Brief hat sich Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), an die neue Bundesagrarministerin Ilse Aigner gewandt. In 14 Tagen entscheiden die EU-Agrarminister über den Health Check. Dabei steht auch die Intervention auf dem Prüfstand. In seinem Brief fordert Nüssel Aigner auf, sich in Luxemburg für eine Beibehaltung der Marktordnungsinstrumente einzusetzen. Die jüngsten Preisentwicklungen bei Getreide und Milch zeigten, wie wichtig ein wirksames Sicherheitsnetz sei, begründet Nüssel seine Bedenken. Als Kompromiss schlägt er vor, dass die Getreideintervention nur noch für rund 10 Mio. t Weizen gilt und die Andienungszeit auf drei Monate beschränkt wird. Erst bei Überschreiten dieser Menge sollte ein EU-Ausschreibungsverfahren gelten. Ähnlich argumentiert Nüssel bei der Milch, indem er eine Ausschreibung erst nach Erreichen der festgelegten Mengen vorschlägt. (da)
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