„Ich verurteile die kriminellen Machenschaften, die hinter der bewussten Täuschung der Verbraucher mit falsch deklarierten Fertigprodukten und Bio-Eiern steckt, auf das Schärfste", sagte Nüssel. 

Er warnte aber auch vor voreiligen Schlussfolgerungen im aktuellen Fall um verunreinigte Futtermittel. Es brauche eine genaue Analyse der Ursachen und differenzierte Auswertung der jüngsten Vorfälle, betonte Nüssel.

Er lobte allerdings die Allianz Futtermittelsicherheit Deutschland (AFS) eG, die nach der Dioxin-Krise vom DRV initiiert worden war und jetzt, laut Nüssel in kürzester Zeit die Lieferbeziehungen von Mischfutterherstellern nachvollzogen hat. Zukünftig werde die Rückverfolgbarkeit durch ein gemeinsames Monitoring ergänzt.

Nüssel warnte vor politischen Schnellschüssen, wie einer EU-Herkunftskennzeichnung für Fleisch. Dies sei reiner Aktionismus und kein Lösungsweg.

Kein Verständnis zeigte der DRV-Präsident für die Kritik an Futtermitteleinfuhren und die pauschale Stigmatisierung des Einsatzes von importiertem Soja. (hed)
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