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Nufarm-Konzern sucht neuen Chef


Doug Rathbone, der seit 41 Jahren für die Nufarm Limited, Melbourne, tätig war und 15 Jahre an der Spitze stand, ist in dieser Woche zurückgetreten. Kommissarisch übernimmt seine Aufgaben Greg Hunt, der im Vorstand für das operative Geschäft verantwortlich ist. Nach Aussage des Verwaltungsratsvorsitzenden Donald McGauchie wird jetzt ein neuer CEO gesucht. Die Suche erfolgt weltweit.

Umfangreiches Sparprogramm

Herbizide führen
Nufarm hat im Geschäftsjahr 2014 (August/Juli) einen Umsatz von umgerechnet 1,77 Mrd. € erzielt. Erstmals hatte Südamerika dazu den größten Teil beigetragen, gefolgt von Australien/Neuseeland, Europa, Nordamerika und Asien. Den Hauptumsatz erzielt Nufarm mit Herbiziden, gefolgt von Insektiziden und Fungiziden. Saatgut trägt etwa 6 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Weltweit beschäftigt Nufarm etwa 3.500 Mitarbeiter. (db)
McGauchie hat außerdem verkündet, dass ein bereits Ende 2014 beschlossenes Sparprogramm über 100 Mio. Aus-$ (umgerechnet etwa 70 Mio. €) jetzt konsequent durchgeführt werden soll. Darüber hinaus will das Unternehmen das Umlaufvermögen deutlich senken.

Nufarm hat eine größere Umstrukturierung hinter sich. Schon länger bemüht sich das Unternehmen, die große Abhängigkeit vom Glyphosatgeschäft zu mindern. Außerdem musste der Konzern seine australischen Aktivitäten strategisch neu ausrichten, nachdem Vertriebsvereinbarungen mit der BASF im Frühjahr 2014 und mit Monsanto bereits im Herbst 2013 ausgelaufen waren. Nufarm hat daraufhin im Geschäftsjahr 2014 einmalige Wertberichtigungen am Anlagevermögen von umgerechnet etwa 33 Mio. € vorgenommen.

Frische Perspektive

McGauchie würdigte die Leistungen des zurückgetretenen CEO. Rathbone habe dazu beigetragen, dass sich Nufarm von einem regionalen Agrarchemieunternehmen zu einem global führenden Anbieter von Pflanzenschutz und Saatgut entwickelt habe. Jetzt könne aber ein Wechsel an der Nufarm-Spitze eine „frische Perspektive und Energie" bringen, die für die erforderlichen Veränderungen hilfreich seien. Rathbone erhält nach Angaben des Verwaltungsratschefs eine Abfindung von umgerechnet etwa 1,1 Mio. € zusätzlich zu seinen regulären Ansprüchen. (db)
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