Pflanzenschutz

Nufarm will mehr vom Kuchen

Ein Fünftel aus Europa
Der australische Pflanzenschutzmittelanbieter Nufarm blickt auf eine 100-jährige Geschichte zurück. Im Jubiläumsjahr 2016 (Geschäftsjahr August 2015 bis Juli 2016) beträgt der Umsatz rund 2,8 Mrd. AUD (etwa 1,8 Mrd. €). Der operative Gewinn (Ebit) hat umgerechnet 133 Mio. € und der Nettogewinn nach Steuern 18 Mio. € erreicht. Die Gewinnkennzahlen sind belastet durch Sonderabschreibungen, die im Wesentlichen aus Werksschließungen und Währungsverlusten stammen. Zum Nufarm-Gesamtumsatz steuert Europa etwa 20 Prozent bei. Deutschland wiederum stellt etwa 10 Prozent des Europa-Umsatzes. (db)
„Der Kunde steht bei uns im Zentrum“, lautet für Dr. Francesc Llauradó, Geschäftsführer Nufarm Deutschland GmbH, der Kern der Strategie, mit der er Marktanteile gewinnen will. „Nufarm versteht sich als starkes globales Unternehmen mit Ausrichtung auf regionale Bedürfnisse“, verdeutlichte Llauradó am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Köln die Positionierung des Anbieters. Weltweit rangiert Nufarm zurzeit auf Platz 8 der globalen Hersteller.

Investitionen in drei Länder

In Europa, wo Nufarm ein Fünftel seines weltweiten Umsatzes macht, berichtete Llauradó von umfangreichen Investitionen in die drei für den Pflanzenschutz führenden Länder Frankreich, Deutschland und Polen. Personell und strukturell verstärkt würden Vertrieb, Marketing und Service. Hierdurch sollen die Bedürfnisse der Kunden noch schneller erkannt und bedient werden, lautet die Erwartung.

Vertrieb ausschließlich über den Handel

In Deutschland betreuen jetzt zwölf Regionalberater die Handelskunden. Hinzu kommen Fach- und Marketingspezialisten, die auch Ansprechpartner für Offizial- und Privatberater sind. Der Vertrieb der Nufarm-Produkte erfolgt ausschließlich über die Handelspartner vor Ort. „Wir stehen mit unseren Händlern nicht im Wettbewerb“, versichern Vertriebsleiter Thorsten Hölger und Marketingleiter Dr. Benedikt Cramer.

Bis zum Jahr 2018 strebt Nufarm in Deutschland einen Marktanteil von rund 5 Prozent an. Im Jahr 2016 lag er nach Angaben von Llauradó bei etwa 3 Prozent.(db)
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