--
Weizen, Mais, Gerste und Raps und daneben Zuckerrüben und Kartoffeln gehören zu den Hauptanbaukulturen in Frankreich. Bei Weizen und Raps nimmt Frankreich jeweils Rang 5 der global wichtigsten Produzenten ein, bei Gerste sogar Rang 3. Die diesjährige heimische Weichweizenernte wird vom französischen Agrarministerium auf 37,9 Mio. t veranschlagt. Damit überträfe sie das Vorjahr mit 37,5 Mio. t knapp. Grund hierfür ist eine leichte Ausdehnung der Anbaufläche von 5,01 Mio. ha auf 5,16 Mio. ha.

Mit 18,3 Mio. t gelangt knapp die Hälfte der Menge in den Export. Die Hauptabnehmer für französischen Weizen waren in der Kampagne 2014/15 innerhalb der EU die Niederlande mit knapp 2,0 Mio. t, gefolgt von Belgien mit 1,7 Mio. t und Spanien mit 979 000 t. Unter den Drittländern war Algerien Hauptimporteur mit 2,6 Mio. t vor Ägypten mit knapp 2,0 Mio. t und Marokko mit 1,2 Mio. t.

Trotz der Qualitätsprobleme bei Weizen in der vergangenen Kampagne war Frankreich im gesamten Wirtschaftsjahr weiterhin die Nr. 1 der Exporteure in der EU. Von der EU-Kommission wurden 10,0 Mio. t Weizenexportlizenzen an Frankreich vergeben, gefolgt von Deutschland mit 8,8 Mio. t. Aktuell steht Frankreich jedoch der Konkurrenz aus der Schwarzmeerregion fast machtlos gegenüber. Im jüngsten Tender für Ägypten war die einzige französische Offerte etwa 25 US-$/t teurer als die kontrahierten Preise aus Russland und Rumänien.

Die Gerstenernte erreicht laut Ministerium mit 11,7 Mio. t nahezu das Vorjahresniveau (Vj. 11,8 Mio. t). Jedoch macht die Trockenheit der Sommergerste zu schaffen, sodass diese Prognose wohl noch reduziert wird. Rund 7 Mio. t Gerste stehen für den Export zur Verfügung. Hohes Interesse an französischer Gerste besteht aktuell in Asien, insbesondere in China. Bislang wurden über 6,1 Mio. t Gerste ausgeführt, davon 2,7 Mio. t in EU- und 3,4 Mio. t in Drittländer. Nach China wurden bislang insgesamt 2,8 Mio. t verladen.

Die diesjährige französische Maisernte schätzt Stratégie Grains auf 16,02 (18,65) Mio. t. Auch hier werden aufgrund der Trockenheit wohl Kürzungen folgen. Für den Export werden knapp 6,0 (7,8) Mio. t veranschlagt.

An Raps erwartet das Ministerium 5,1 Mio. t, ein Minus von gut 0,4 Mio. t zum Vorjahr. Dennoch wird Frankreich in der aktuellen Kampagne wieder der wichtigste Rapsproduzent der EU, nachdem in den vergangenen beiden Jahren Deutschland diese Position innehatte. Die deutsche Rapsernte wird auf 4,9 Mio. t geschätzt. (az)

Mit herzlichem Dank für die Unterstützung an KS Agrar
stats