Nur etwas größere US-Weizenfläche zur Ernte 2013


Aktualisiert: Die US-Winterweizenfläche zur Ernte 2013 steigt leicht auf knapp 17 Mio. ha. An der weltweiten Weizenbilanz nimmt das USDA wenig Änderungen vor.

Die gesamte Winterweizenfläche steigt damit nach Angaben des US-Agrarministeriums USDA vom Freitag um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am deutlichsten zugelegt hat die Aussaat von Weizen der Sorte Soft Red Winter (SRW), die an der Chicago Board of Trade gehandelt wird. Hier haben Erzeuger die Fläche um 16 Prozent gegenüber Vorjahr auf 3,8 Mio. ha ausgedehnt. SRW ist derzeit im weltweiten Weizenexport wettbewerbsfähig und wird gut nachgefragt. Geschrumpft um 2 Prozent ist die Fläche für Weizen der Sorte Hard Red Winter.

Die Weizenfutures in Paris begrenzten in einer ersten Reaktion am Freitag ihre Verluste, am heutigen Montag zeigten sie sich im Tagesverlauf freundlich. In Chicago stieg der Preis für den Weizenfuture direkt nach Veröffentlichung der Zahlen zunächst sehr deutlich und beendete den Handelstag dann zwar mit geringeren, aber immer noch deutlichen Zugewinnen.

Die freundliche Reaktion auf die Weizenschätzung in Chicago ist auch darauf zurückzuführen, dass Analysten im Vorfeld der Daten mit einer höheren Weizenfläche zur Ernte 2013 gerechnet haben als am vergangenen Freitag ausgewiesen. Damit, so die Erwartungshaltung, fällt die Angebotsentspannung im kommenden Wirtschaftsjahr geringer aus. Verstärkt wird diese Einschätzung dadurch, dass die US-Winterweizenbestände zuletzt schlechte Bonituren bekamen.

In seinem gleichzeitig zu den Aussaatflächen veröffentlichten Wasde-Report nimmt das USDA hingegen wenige Änderungen in der globalen Weizenbilanz vor. Die globale Produktion fällt im Vergleich zum Vormonat um 0,8 auf 654,3 Mio. t, die Endbestände sinken um 0,3 auf 176,6 Mio. t. Den widrigen Witterungsumständen in Argentinien trägt das USDA nur begrenzt Rechnung: Die Ernte schätzt das Ministerium nun auf 11 Mio. t und somit um 0,5 Mio. t niedriger als im Dezember. Die Börse in Buenos Aires geht nur noch von 10,5 Mio. t aus. (pio)
stats