Der gentechnisch veränderte "Golden Rice" steht möglicherweise vor seiner Marktzulassung. Die Verbraucherorganisation Foodwatch bezweifelt seinen Nutzen und weist auf Risiken hin. Der kommerzielle Anbau der gentechnisch veränderten (GV-) Reissorte mit einem erhöhten Vitamin-A-Gehalt soll ab 2013 auf den Philippinen beginnen, berichtet die Verbraucherschutzorganisation in einem jetzt veröffentlichten Report. Während die Befürworter des Projektes mit Hilfe der Reissorte den Vitamin-A-Mangel in Entwicklungsländern bekämpfen wollen, verweist Foodwatch darauf, dass wissenschaftliche Nachweise für die Wirkung nicht bekannt und die Risiken nicht ausreichend untersucht seien.

So sei bislang unklar, in wieweit die im Reis produzierten Carotinoide vom menschlichen Körper zur Deckung des Vitamin A-Bedarfs verwendet werden können. Ein kommerzieller Anbau des „Golden Rice" werde mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Ausbreitung des gentechnisch manipulierten Erbguts in der Umwelt und zu einer Kontamination des Erbguts der regionalen Reissorten führen, heißt es in dem Report. Die ökologischen und ökonomischen Folgen seien nicht absehbar, warnt die Organisation. Zudem gebe es mittlerweile zielgenauere und kostengünstige Alternativen zur Bekämpfung des Vitamin-A-Mangels, wie die flächendeckende Verteilung von Vitamin-A-Präparaten und von mit Vitamin-A angereicherten Nahrungsmitteln wie Zucker. (az)
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