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Zum ersten Mal seit dem Frühjahr 2006 ist der Erreger der Geflügelpest in einem deutschen Nutztierbestand nachgewiesen worden. Das Friedrich Löffler Institut (FLI), Insel Riems, bestätigte am Freitag Abend die Infektion einer Hausgans aus dem thüringen Wickersdorf. Die Behörden ordneten daraufhin die Keulung des gesamten Bestandes aus vier weiteren Gänsen und fünf Enten an. Da die Tiere zu therapeutischen Zwecken in einem Heim für Behinderte gehalten wurden die engen Kontakt mit den Tieren hatten, wurden alle Bewohner medizinisch untersucht, um eine Infektion mit dem auch für den Menschen gefährlichen Erreger auszuschließen. Um eine Verbreitung des Virus zu verhindern, wurde im Verlauf des Samstags sämtliches Geflügel im Umkreis von 3 km um den Fundort getötet; insgesamt rund 1.200 Hühner, Enten und Gänse. Schnelltests die an den gekeulten Tieren durchgeführt wurden, zeigten keine weitere Infektionen mit Vogelgrippeviren. (Wo)
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