Südwestdeutsche Vorerntebörse

Nutzung von Getreide wird sich verschieben


Die geschätzte Mehrproduktion in der Welt wird eine kleine Reserve ergeben, um den zusätzlichen Fleischverbrauch in Asien zu sichern. Davon geht Dr. Manfred Kern, Geschäftsführer der agri Excellence GmbH, Lörzweiler aus. Auf der internationalen südwestdeutschen Vorerntebörse in Mannheim erläuterte er heute, dass auch für nachwachsende Rohstoffe in den entwickelten Ländern noch Rohstoffe zur Verfügung stehen werden. Der Biotechnologie räumt er eine große Rolle für den Erhalt der globalen Selbstversorgung sowie der Umwelt ein.

Für die weltweite Getreidenutzung sieht der Zukunftsforscher Verschiebungen. Während 1992 auf Futtermittel 55 bis 70 Prozent und auf Lebensmitel 30 bis 45 Prozent entfielen, sieht er 2025 den Anteil für Futtermittel bei 23 bis 47 Prozent, 25 bis 35 Prozent für Lebensmittel. Hinzu kommen seiner Auffassung nach 20 bis 30 Prozent nachwachsende Rohstoffe und 8 bis 12 Prozent Heimtierfutter. Herausforderung der Zukunft wird die Logistik sein. In der Regel werden die Nahrungsmittel nicht dort produziert, wo die Nachfrage besteht. Hauptabnehmer werden die Bewohner der großen Städte in Asien bleiben. Kurzfristig bewertet er die aktuellen weltweiten Bestände an Getreide als komfortabel und über dem Bedarf liegend. Unsicherheitsfaktoren bleiben Wetterereignisse wie El Nino. Sie gilt es unbedingt im Auge zu behalten. (dg) 



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