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Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt die Entschließung des Bundesrates vom vorigen Freitag, in der die weitere Nutzung von weiblichen Kohorten-Tieren beim Auftreten eines BSE-Falles gefordert wird, heißt es in einer Pressemittelung des DBV. Der Bundesrat fordert demnach die Bundesregierung auf, sich auf EU-Ebene dafür einzusetzen, dass Landwirte, auf deren Hof ein BSE-Fall festgestellt wird, die Milch der Kühe weiter vermarkten dürfen. Eine Verwertung des Fleisches der betroffenen Rinder solle aber weiterhin verboten bleiben.

Nach derzeit geltendem Recht wird bei einem BSE-Fall die Tötung der Geburts- und Fütterungskohorte veranlasst. Bei diesen getöteten Rindern sowie den Nachkommen der BSE-infizierten Rinder sei bisher kein einziger BSE-Fall festgestellt worden. Auch nach wissenschaftlichen Kenntnisstand sei die Nutzung weiblicher Kohorten-Tiere zur Zucht und Milchgewinnung unbedenklich, stellt der DBV fest. Insofern setze der Bundesrat in seiner Entschließung lediglich auf die Umsetzung der Realität. (ED)

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