Düngemittel

OCI baut Kapazitäten aus


Mit einem Umsatzrückgang verabschiedet sich OCI NV von seiner Selbstständigkeit. Im 1. Halbjahr 2015 verzeichnet der Düngerproduzent einen Rückgang auf 1,1 Mrd. US-$. Der Nettogewinn legt indes kräftig auf fast 105 Mio. US-$ zu. Die Nettoschulden betragen rund 4 Mrd. US-$, die nach der Freigabe der geplanten Fusion durch die Kartellbehörden künftig CF Industries schultern muss. CF Industries hatte seinen Kunkurrenten OCI Anfang August heimlich, still und leise für 8 Mrd. US-$ gekauft.

Bevor das neue Gemeinschaftsunternehmen in die Weltspitze der Stickstoffhersteller aufsteigt, haben die Niederländer im Berichtszeitraum noch einiges verbessert. So wurde der Standort OCI Beaumont in Texas erfolgreich modernisiert und die Ammoniak- und Methan-Produktion im April 2015 wieder aufgenommen. Noch im Juni gelang der Kauf von BioMCN, einem Hersteller von konventionellem und Bio-Methanol in den Niederlanden. Die Beteiligung von OCI NV an der Iowa Fertilizer Company mit fast 90 Prozent wurde ebenfalls noch Ende Juni abgeschlossen.

CEO Nassef Sawiris erwartet nach eigenen Angaben sogar eine weitere Steigerung im kommenden Halbjahr, da dann OCI Beaumont mit voller Kapazität läuft. In den Dünger- und Methanolkapazitäten stecke noch einiges an Potenzial. Auch die Produktionsanlagen in Ägypten holen wieder auf, nicht zuletzt aufgrund der niedrigen Gaspreise, die eine kostengünstige Stickstoffdüngerproduktion ermöglichen. (da)
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