OECD-Agrarminister tagen in Paris


Für eine verstärkte Zusammenarbeit in der internationalen Agrarpolitik plädieren die Agrarminister der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung  OECD.Die Landwirtschaftsminister der OECD und wichtiger Schwellenländer kommen heute und morgen in Paris erstmals seit zwölf Jahren wieder zu einem Treffen zusammen. Dabei sollen Leitlinien für die künftige strategische Ausrichtung der Arbeit der OECD verabschiedet werden. Die Arbeit der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung dürfe "sich nicht allein auf ökonomische Fragen beschränken", erklärte die deutsche Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner heute zu Beginn der Konferenz in Paris. Aigner sagte, sie erwarte von der Konferenz "wichtige Impulse, die auch den Regierungen Handlungsperspektiven aufzeigen". Aigner sprach sich mit Nachdruck dafür aus, die Doha-Runde der Welthandelsorganisation (WTO) über den Abbau von Handelsschranken zügig zu einem Abschluss zu bringen. Mit einem erfolgreichen Abschluss der WTO-Verhandlungen sei auch eine weitere Liberalisierung des globalen Agrarmarktes und der Abbau aller Exportsubventionen verbunden.

Die OECD-Konferenz knüpft an den Berliner Agrarministergipfel vom Januar 2010 an. Dabei war auf Initiative von Bundesministerin Aigner unter anderem vereinbart worden, ein globales Netzwerk aufzubauen, in das jedes Land seine Erkenntnisse in puncto Klimaschutz einbringen und mit anderen Staaten teilen kann. (da)
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