OECD für ambitioniertere GAP-Reform


Innovation und Produktivität sollten zentrale Bestandteile der Agrarpolitik werden. Dies fordert die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) habe sich in den vergangenen 20 Jahren schon positiv entwickelt, lobte OECD-Direktor Ken Ash am Freitag in Brüssel. Es müsse aber weitergehen, forderte er während einer Konferenz der EU-Kommission zur Zukunft der GAP.

Einkommenstransfers für Landwirte sollten schrittweise abgebaut werden. Stattdessen solle es Anreize für Innovationen und Ausbildung geben, um die Produktivität zu verbessern. Die EU verzerre zwar inzwischen mit ihren entkoppelten Direktzahlungen weniger die Weltmärkte für Agrarprodukte. Aber die Direktzahlungen gingen überwiegend an große und wohlhabende Betriebe, weshalb sie sozialpolitisch wenig sinnvoll seien, so Ash weiter.

Landwirte hätten ohnehin die Chance, durch steigende Erzeugerpreise ihre Einkommen zu verbessern. Der Politik käme die Aufgabe zu, die Effizienz und Nachhaltigkeit der Erzeugung zu verbessern. Für diese neuen Ziele gebe es im Reformkonzept der EU-Kommission zu wenig Ansätze, kritisierte Ash. (Mö)
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