Investitionen in die Agrarproduktivität können Armut in Entwicklungsländern mindern. Sie sind Subventionen vorzuziehen, meint die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. In einer neuen OECD-Studie plädieren die Autoren für eine verbesserte Infrastruktur auf dem Land, eine intensivere Agrarforschung und die Schaffung sozialer Sicherungssysteme für Bauern. Dadurch könnten nach und nach weniger effizienter Maßnahmen wie Subventionen und Preisstützungen ersetzt werden, heißt es in der Untersuchung „Agricultural Policies for Poverty Reduction", die heute in London vorgestellt wurde. Demnach sollten Marktinterventionen der Regierungen das letzte Mittel gegen Unterentwicklung sein. Diese bekämpften lediglich deren Symptome und nicht ihre Ursachen. Ausnahmen seien jedoch strategischen Subventionen, wie Hilfen für Saatgut und Dünger. Ein Großteil der Strategien gegen Armut muss der Studie zufolge auch außerhalb des Agrarsektors umgesetzt werden. Insbesondere Verbesserungen in der ländlichen Bildung und medizinischen Grundversorgung seien notwendig. Entscheidend sei zudem ein stabiles Investitionsklima. (az)
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