Obama will bei Farmern kürzen

Einen neuen Anlauf nimmt US-Präsident Barack Obama, um kräftig im Agrarhaushalt zu sparen. Die Subventionen lassen sich kaum noch begründen. Da jetzt die Haushaltsverhandlungen für das Fiskaljahr 2013 starten, das im Oktober 2012 beginnt, kommt das Thema wieder auf den Tisch. Obama will im Agrarhaushalt innerhalb von zehn Jahren 32 Mrd. US-$ einsparen. Vor allem die Direktzahlungen an US-Farmer stehen auf der Streichliste. Sie seien angesichts der hohen Agrareinkommen in den USA überflüssig, sagte Obama bereits im Herbst. US-Agrarminister Vilsack kann kaum widersprechen. Zahlen seines Hauses weisen Rekordeinkommen der amerikanischen Landwirte aus, wogegen ein großer Teil des Mittelstandes in den USA mit sinkendem Wohlstand kämpft.

Das Weiße Haus will außerdem Ertragsversicherungen und Preisausgleichszahlungen auf den Prüfstand stellen, die den Staat jährlich 8 Mrd. US-$ kosten und gekürzt werden sollen. Schließlich sollen Agrarumweltprogramme gestrafft werden. Politische Beobachter in Washington rechnen allerdings nicht damit, dass Obama vor der Präsidentschaftswahl im November einen Haushaltsentwurf durch den Kongress bekommt. (db)
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