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Oberösterreichs Landwirtschaft kann mit der Vertragsproduktion von Raps und Mais für die Agrana und das internationale Handelshaus VOG AG mit Sitz in Linz daraus Nutzen ziehen, dass die dortige Landwirtschaft keine gentechnisch veränderten (GV-)Pflanzen anbaut. So bewertet Agrarlandesrat Josef Stockinger laut dem österreichischen Informationsdienst AIZ die Situation.

Die VOG AG habe über die Saatbau Linz Anbauverträge mit 2.500 Bauern über 35.000 t Raps festgelegter Sorten pro Jahr. Der Raps wird in der Ölmühle Aschach zu Rapsöl der Marke "Rapso" weiterverarbeitet. Dieses Qualitätsprodukt geht zu 75 Prozent in den Export. Die Vertragsbauern erhalten einen Bonus von 30 €/t netto.

Rapso sei der stärkste heimische Öl-Einzelproduzent, sagte VOG-Vorstandsvorsitzender Walter Holzner. In Österreich verfüge die VOG über einen Marktanteil von 10,9 Prozent, in Deutschland seien es 4,8 Prozent. Auch bei Maisstärke legten die Abnehmer Wert auf Freiheit von gentechnisch veränderten Organismen (GVO), berichtet Agrana-Generaldirektor Johann Marihart. In Österreich könne man modifizierte Stärke "nicht einmal an eine Papierfabrik" verkaufen. Sein Unternehmen mache mit GVO-freien und Bio-Produkten im Inland rund 70 Mio. € Umsatz. Agrana verfügt in der Maisstärkefabrik Aschach über eine jährliche Verarbeitungskapazität von 360.000 t. Bei der Bioethanol-Produktion in Pischelsdorf in Niederösterreich fällt als Nebenprodukt ein proteinreiches Futtermittel an, das Importe auf Sojabasis aus Übersee teilweise ersetzen könne. (ED)

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