Obst und Gemüse im Gleichgewicht


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Für Tomaten & Co gibt es in der EU produktgebundene Verarbeitungsbeihilfen, die der allgemeinen Marktorientierung widersprechen. Das soll sich ab dem kommenden Jahr mit einer Reform der Marktordnung ändern. Einstimmig verständigten sich die EU-Agrarminister in Luxemburg in dieser Woche auf eine Reform der EU-Marktordnung für Obst und Gemüse. Ab 2008 sollen die EU-Mitgliedstaaten keine Verarbeitungsbeihilfen für einzelne Erzeugnisse mehr gewähren. Stattdessen sollen die frei werdenden Gelder in Form von entkoppelten Direktzahlungen an die Erzeuger von Obst und Gemüse gezahlt werden. Allerdings soll es für Tomaten eine Übergangsfrist von vier Jahren geben, in denen die Hälfte der Direktzahlungen gekoppelt bleibt. Für mehrjährige Kulturen verständigten sich die Agrarminister auf eine fünfjährige Übergangsfrist. (Mö)
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