Seit mehr als zwei Jahren kämpfen die Landwirte im Oderbruch mit vernässten Flächen. Nun keimt neue Hoffnung auf. Bei den langwierigen Verhandlungen von Landwirtschaft, Behörden und Landesumweltministerium Brandenburg zeigen sich neue Perspektiven. Das Land stellt 15 Mio. € zur Verfügung, um das seit Jahren vernachlässigte Entwässerungssystem im Oderbruch zu renovieren. Umweltministerin Anita Tack hat diese Woche mit dem Landrat des Landkreises Märkisch-Oderland, Amtsdirektoren und Bürgermeistern der betroffenen Oderbruchgemeinden einen konkreten Zeitplan für Maßnahmen gegen die Vernässung von Flächen im Oderbruch besprochen. „Wir wollen den Prozess beschleunigen und werden in einer Arbeitsgruppe die nächsten Arbeitsschritte festlegen“, sagte Tack. Die Sanierung von Gräben und defekten Verrohrungen soll nun angeschoben werden. „Wir müssen die Versäumnisse der letzten 20 Jahre aufarbeiten“, so die Umweltministerin. Die nächste Beratung findet voraussichtlich am 13. April im Landratsamt statt.

Seit das Oderbruch im Jahr 2010 mehrfach überschwemmt wurde, haben sich die landwirtschaftlichen Flächen von der Nässe nicht wieder erholt. Die Landwirte fuhren 2010 wie 2011 zwei völlig vernässte Ernten ein. Für 2012 hoffen die Landwirte nun auf Besserung. (sta)
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