Oettinger bremst bei Biokraftstoffen


EU-Energiekommissar Günther Oettinger plädiert für einen maßvollen Einsatz von Biotreibstoffen. Von ehrgeizigeren Zielvorgaben für Pflanzenkraftstoffe rät er ab, weil deren Umweltwirkung umstritten ist. Auch für das Jahr 2030 solle es bei einer verbindlichen Vorgabe von 10 Prozent an erneuerbarer Energie im Transportsektor bleiben, betonte der Kommissar am Dienstag in Brüssel. Die 10 Prozent gelten zwar schon für 2020. Aber ein ambitionierteres Ziel lehnt Oettinger ab, da in den kommenden Jahren weder bei Elektrofahrzeugen noch bei Biotreibstoffen der 2. Generation mit einem Durchbruch zu rechnen sei. Wenn der Transportsektor als Vorreiter in der Klimapolitik nicht in Frage komme, müssten andere Sektoren dies ausgleichen. Der Energiekommissar möchte die Vorgaben von 20 Prozent für die Treibhausgaseinsparungen bis 2020 anheben. Bis 2030 kann er sich Vorgaben von 40 bis 45 Prozent verstellen. Einsparpotentiale sieht er vor allem bei der Stromerzeugung. Ende 2013 werde die Kommission einen Vorschlag für die Klimaziele im Jahr 2030 vorlegen, kündigte der Kommissar an. (Mö)    
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