Offene Deklaration für Futtermittel freiwillig

1

Künftig sollen Futtermittelhersteller in Deutschland die Möglichkeit zur offenen Deklaration haben, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Der Bundesrat hat in seiner gestrigen Sitzung die Empfehlungen des Gesundheitsausschusses angenommen. Dieser hatte die "offene Deklaration", also die Angabe der prozentualen Gewichtsanteile jeder Einzelkomponente, auf freiwilliger Basis empfohlen. Der Agrarausschuss hingegen hatte eine obligatorische offene Kennzeichnung gefordert. Dies sei aber nicht mit dem geltenden EU-Recht, das auch nur eine freiwillige offene Deklaration vorsieht, vereinbar, sagte eine Sprecherin des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Darüber hinaus wird laut Empfehlung des Gesundheitsausschusses die "halboffene Deklaration", das heißt die absteigende Angabe der Einzelkomponenten, Standard sein. Die Gruppenbezeichnung für die Futtermittelkomponenten soll demzufolge entfallen. Darin waren sich sowohl der Gesundheits- als auch der Agrarausschuss einig. Die entsprechende Verordnung soll laut Auskunft des BML so bald wie möglich in Kraft treten. (AW)
stats