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Das Umweltbundesamt könne nicht auf Unterstützung des geplanten Vorhabens zur verdeckten Feldbeobachtung beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln durch die Landwirte rechnen. Dies hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, in einem Offenen Brief an den Präsidenten des Umweltbundesamtes (UBA), Professor Dr. Andreas Troge, mitgeteilt. Gleichzeitig übte Sonnleitner erneut massive Kritik an dem Projekt des Umweltbundesamtes, weil es wissenschaftlich fragwürdig sei und nicht zu nachvollziehbaren Ergebnissen führen könne. Noch wichtiger sei aber, dass die Landwirte durch verdeckte Vorgehensweise der Ermittler kriminalisiert würden.

Sonnleitner wies in seinem Offenen Brief auch darauf hin, dass die Landwirte alle Erfolg versprechenden Aktivitäten zur Weiterentwicklung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln unterstützen und deshalb auch konstruktiv an dem von der Bundeslandwirtschaftsministerin und den Länderagrarministern vereinbarten Pflanzenschutz-Reduktionsprogramm mitarbeiten würden, heißt es in der Mitteilung weiter. Da in diesem Programm transparent und kooperativ mit den Landwirten und Pflanzenschutzämtern der Bundesländer neue Wege der Risikominimierung beim Pflanzenschutzmitteleinsatz gesucht werden, seien auch übertragbare Ergebnisse zu erwarten. (ED)

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