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Mit einer "Gläsernen Produktion" will die Fleisch- und Wurstwaren GmbH Redebas, Kreis Ribnitz-Damgarten (Mecklenburg-Vorpommern) gegen die drastischen Umsatzeinbußen infolge der BSE-Krise vorgehen. Obwohl ihr Betrieb nie Rindfleisch verarbeitet habe, sagen Christian und Sylvia Jacholke, verzeichne ihr Betrieb, in dem seit 10 Jahren die "Pommerschen Wurstspezialitäten" hergestellt werden, in den vergangenen Wochen einen Umsatzrückgang um bis zu 50 Prozent. Es gehe für ihn um die Ehre des Fleischerhandwerks, betonte Christian Jacholke gegenüber der Ostsee-Zeitung. So bemühe man sich jetzt offensiv um das Vertrauen der Kunden. Am Montag, dem 29. Januar, würde mit der "Gläsernen Produktion" begonnen. Interessierte Kunden könnten sich, natürlich in der bereitgestellten Hygienebekleidung, den Betrieb, die Wurstherstellung und das Lager ansehen. Kreisveterinär Dr. Wilhelm Bruer, bezeichnete das Redebaser Vorhaben als eine sehr gute Idee. Fleisch- und Wurstwarenproduzenten müssten ebenso wie die Landwirte in die Offensive gehen, ihre Produktion zeigen und so das Misstrauen der Verbraucher abbauen. Übrigens sei der Betrieb EU-zugelassen und nach ISO 9001 zertifiziert. (Bm)
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