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Angesichts einer starken Nachfrage der französischen Mischfutterhersteller und der Exportmärkte rechnet das französische Getreideamt Onic damit, dass die Weichweizenbestände in Frankreich zum Ende des Wirtschaftsjahres so niedrig sein werden "wie nie zuvor". Nach den Berechnungen der Onic wird das Wirtschaftsjahr 2003/04 mit Weichweizenbeständen von 1,5 Mio. t abschließen. Dies sind 60 Prozent weniger als zum Ende der Kampagne 2002/03 und reicht gerade aus, um den Anschluss zwischen zwei Wirtschaftsjahren zu sichern. Wie das Getreideamt in Paris mitteilt, nimmt der Bedarf der französischen Mischfutterhersteller rasch zu. Dies gilt besonders für die Nachfrage nach Weichweizen, die durch die Preissteigerung bei Soja zusätzlich angeheizt wird. Vor diesem Hintergrund hat die Onic ihre Prognose für den Einsatz von Weichweizen durch die französische Futterindustrie während des Wirtschaftsjahres 2003/04 um 0,4 auf insgesamt 6,8 Mio. t nach oben korrigiert. Im vorangegangenen Wirtschaftsjahr belief sich die Nachfrage auf 6,5 Mio. t.

Französischer Weichweizen ist auch für osteuropäische Länder wie Rumänien sowie für die nordamerikanischen Staaten attraktiv, wie die Onic hervorhebt. Das Getreideamt rechnet jetzt damit, dass im Laufe des Wirtschaftsjahres französischer Weichweizen im Umfang von 3,5 Mio. t an Drittländer geliefert wird, gegenüber 8,7 Mio. t im Wirtschaftsjahr 2002/03. Seit dem Beginn des neuen Wirtschaftsjahres sind von der EU Exportzertifikate für 2,7 Mio. t ausgegeben worden, davon 1,7 Mio. t für französische Händler. Die Onic erwartet Ablieferungen von Weichweizen in Höhe von 25,7 Mio. t, das wären 0,1 Mio. t weniger als bei der Oktober-Schätzung. Angesichts von Lagerbeständen in Höhe von rund 4 Mio. t stehen insgesamt rund 30 Mio. t zur Verfügung. Die erwarteten Lieferungen an EU-Staaten wurden gegenüber Oktober um 0,1 auf 8,7 Mio. t verringert.

Die Ablieferungen von Gerste werden bei einer Ernte von 10,1 Mio. t jetzt auf 7,9 Mio. t veranschlagt. Insgesamt stehen, einschließlich Lagerbeständen, 9,8 Mio. t zur Verfügung. Die Exportmenge an Drittländer wird mit 1,7 Mio. t angesetzt (minus 0,3 Mio. t gegenüber dem Vormonat). Am Ende des Wirtschaftsjahres wird ein Lagerbestand von knapp 1 Mio. t erwartet. Dies sind 0,8 Mio. t weniger als im Vorjahr. Die französische Maisernte wird laut Onic mit 11 Mio. t um 30 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr. Einschließlich der Lagerbestände werden insgesamt 9,6 Mio. t für den Handel verfügbar sein, wobei die Exporte in EU-Länder auf 5,1 Mio. t veranschlagt werden. (JF)

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