Pflanzenschutz

Ontario plant Ausstieg für Neonics


Hochburg für Mais und Soja
Ontario ist eine Provinz im Südosten Kanadas, in der sich etwa 10 Prozent der kanadischen Ackerfläche befinden. Große Anbaukulturen sind Mais und Sojabohnen. Sie haben dort eine wesentlich größere Bedeutung als Weizen und Raps. An der kanadischen Anbaufläche hält Ontario 2014 bei Mais einen Anteil von etwa 34 Prozent und bei Sojabohnen von mehr als 90 Prozent. (db)
Nach Angaben des Agrarministeriums der Provinz soll der Einsatz der Beizen schrittweise gesenkt werden. Bis zum Jahr 2017 besteht das Ziel, auf 80 Prozent weniger Flächen Saatgut auszusäen, die mit Neonicotinoid-haltigen Beizmitteln behandelt worden sind. Gleichzeitig soll ein umfassender Aktionsplan greifen, um die Gesundheit aller Bestäuber wie Bienen oder Schmetterlinge zu verbessern.

Für die Aussaat 2015 besteht noch keine Regulierung. Allerdings sollen die Farmer bereits Drilltechniken verwenden, bei denen die Abdrift auf ein Minimum reduziert wird. Geplant ist, dass bis zum 1. Juli 2015 neue Regeln in Kraft treten sollen, die dann ab der Aussaat 2016 den Einsatz der Neonicotinoide begrenzen.

In Ontario wächst in diesem Jahr Mais auf rund 760.000 ha und Sojabohnen auf gut 1,2 Mio. ha. Nach Angaben des Ministeriums behandeln die Farmer zurzeit praktisch 100 Prozent des Maissaatgutes mit Neonicotinoiden. Bei Sojasaatgut schätzen die Fachleute den Anteil auf etwa 60 Prozent. (db)
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