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Kaum hat sich die Diskussion um große und kleine Betriebe etwas gelegt, droht neuer Zündstoff. Die neuen Mitgliedstaaten fordern eine Angleichung der Flächenprämien, die in der alten EU deutlich höher als in den neuen EU-Mitgliedstaaten liegen. Wortführer des zu kurz gekommenen Ostens ist Litauen, das am Montag im EU-Agrarministerrat seine Zustimmung zur gemeinsamen Erklärung zum Health Check deshalb verweigerte. Litauen wird von allen neuen EU-Mitgliedstaaten unterstützt, bis auf Slowenien, Malta und Zypern. Wegen des geringen Flächenertrages und der daniederliegenden Tierproduktion wurden 2004 relativ geringe Beträge für die Beitrittskandidaten ausgehandelt. Die historischen Referenzen von damals würden inzwischen an Bedeutung verlieren, argumentieren die Osteuropäer und fordern, alle Möglichkeiten zu nutzen, um die Unterschiede anzugleichen. EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel bemerkte dazu, dass sich für eine Angleichung im Ministerrat keine Mehrheit finden werde. (Mö)
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