Osteuropäer fordern Gleichbehandlung


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Für jeden Hektar solle es die gleiche Höhe an Direktzahlungen geben, fordern die meisten osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten. EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel wies diesen Wunsch auf dem EU-Agrarministerrat am Montag in Luxemburg zurück. Im Rahmen der Verhandlungen um den Health Check werde es keine Debatte um eine Umverteilung der Zahlungen zwischen den Mitgliedstaaten geben, betonte sie. Das sei etwas für die Zeit nach 2013. Kritik geht vor allem von Lettland aus, wo besonders niedrige Prämien gezahlt werden. Die Regierungschefs von sieben neuen EU-Mitgliedstaaten hatten vergangene Woche einen Brief zum EU-Gipfel verfasst, in dem sie eine schnellere Angleichung der Prämienhöhe fordern. Die Osteuropäer argumentieren, man dürfe die Direktzahlungen nicht an die Erzeugung in der Vergangenheit knüpfen. Umweltleistungen und andere öffentliche Güter gingen von jedem Hektar in gleicher Weise aus. (Mö)
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