Mit Investitionen von mehr als 115,2 Mio. € (Vorjahr: 66,6 Mio. €) in die eigenen Betriebsstätten m abgelaufenen Geschäftsjahr, steigenden Mitarbeiterzahlen (von 5.082 auf 6.619) sowie der nach eigener Aussage wachsenden Nachfrage nach Geflügelfleisch ist die PHW-Gruppe auf Wachstumskurs, teilt das Unternehmen mit. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2015 (per 30.6.2015) um 4,8 Prozent von 2,27 Mrd. € auf 2,38 Mrd. €.

Im vergangenen Jahr sei der Geflügel Pro-Kopf-Verbrauch nach Schätzungen des Branchendienstes Marktinfo Eier & Geflügel (MEG) von 19,5 kg auf 19,6 kg weiter gestiegen. In dem Kerngeschäftsfeld Geflügelspezialitäten habe die PHW-Gruppe aufgrund des Produktionsausfalls in der Bogener Donautal Geflügelspezialitäten einen Umsatzrückgang verzeichnet: Das Umsatzvolumen sei in diesem Segment um 3,1 Prozent – von rund 1,44 Mrd. € auf 1,40 Mrd. € - gesunken. Mit den Geflügelgesellschaften im Ausland habe die PHW-Gruppe hingegen zugelegt: Die polnischen, bulgarischen und niederländischen Beteiligungen steuerten rund 392,5 Mio. € zum Gesamtumsatz der Gruppe bei.

Der Absatz der Geflügelspezialitäten für Hähnchen, Pute, Ente, Convenience und Wurst sei um 23,1 Prozent auf 689.609 t (555.518 t) gestiegen. Das Unternehmen begründet dies zum einen mit einem sich positiv entwickelnden Convenience-Bereich, der um 12,6 Prozent gewachsen sei, und zum anderen auf neu zur PHW-Gruppe gehörenden Auslandsgesellschaften.

Vegan und Tierwohl soll weiter wachsen

Wachsendes Potential seiht das Unternehmen bei Tierwohl-Produkten und veganem Sortiment. Sowohl bei Wiesenhof „Privathof-Geflügel“, das mit dem Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes (Einstiegsstufe) gekennzeichnet ist, als auch bei dem Aufzuchtkonzept „Kip van morgen“ sollen die Konzepte weiter ausgebaut und der Absatz gesteigert werden. Darüber hinaus sind die vegetarischen und veganen Produkte sowohl beim Handel als auch bei den Verbrauchern auf positive Resonanz gestoßen, teilt PHW mit. „Wir versprechen uns daher für das neue Jahr weitere Absatzzuwächse in diesem Segment und sehen langfristig einen Anteil von drei bis fünf Prozent am Wurstmarkt als realistisch an“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Peter Wesjohann.

Darüber hinaus wurde bereits im vergangenen Jahr mit dem Wiederaufbau der Donautal Geflügelspezialitäten begonnen. Im zweiten Quartal dieses Jahres solle wieder Geflügel in Bogen geschlachtet und die Weiterverarbeitung aufgenommen werden. (has)
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