Für die Fläche, die das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern neu zu verpachten hat, wird mit Beginn der Saison eine Steigerung der Pacht von 7 Prozent verlangt. Diese „moderate“ Erhöhung bewege sich auf dem Niveau aller übrigen Verpächter wie Kommunen, Kirchen oder private Eigner, so das Landwirtschaftsministerium.

„Die überdurchschnittliche jährliche Neupachtsteigerung für BVVG-Flächen von etwa 15 Prozent schätzt der Minister als agrarstrukturell nicht vertretbar ein“, heißt es in dem Bericht.

Landwirtschaftsminister Till Backhaus erläutert die Kriterien für die Höhe der Pacht: „Dabei muss das Land einerseits die haushaltsrechtlichen Vorgaben einhalten. Andererseits berücksichtigen wir aber auch agrarstrukturelle Belange wie die Sicherung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum, die vor allem die viehhaltenden und anderen arbeitsintensiven Betriebe garantieren.“

Die Pachtpreise 2013 liegen landesweit bei 7,50 € pro Bodenpunkt (BP) und Hektar für Ackerland und 3,20 €/BP für Grünland. Sie gelten für alle Flächen, die 2013 nach Vertragsablauf zur Ausschreibung kommen oder wegen Erfüllung der Verpachtungskriterien an den bisherigen Pächter direkt vergeben werden.

Nach gegenwärtigem Stand sind etwa 980 ha Landesfläche zur Ausschreibung vorgesehen. Der Gesamtbestand des Bundeslandes an Pachtflächen liegt bei 80.000 ha. (hed)
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