In Sachsen-Anhalt bleibt das Kaufinteresse an BVVG-Flächen hinter der Pachtoption zurück. Die guten Böden haben das höchste Preisniveau in Ostdeutschland. Die Landwirte in Sachsen-Anhalt bevorzugen die Pacht vor dem Kauf von Flächen der der Bodenverwertungs- und verwaltungsgesellschaft (BVVG). 2011 wählten die berechtigten Pächter nur für 26 Prozent der Fläche den sofortigen Direktkauf, teilen die BVVG-Niederlassungen Halle und Magdeburg heute mit. Im laufenden Jahr 2012 enden für insgesamt 20.100 Hektar Acker- und Grünland in Sachsen-Anhalt die Pachtverträge mit der BVVG. Laut den bisherigen Rückmeldungen wollen die berechtigten Betriebe zwar 35 Prozent der Fläche direkt kaufen. In den anderen ostdeutschen Bundesländern liegt die Kaufquote jedoch mit meist mehr als 60 Prozent weit darüber.

Sachsen-Anhalt weist mit seinen großflächig guten Bodenpunkten das höchste Preisniveau in Ostdeutschland auf. Im Jahr 2011 verkauften die BVVG-Niederlassungen landwirtschaftliche Flächen zum Verkehrswert im Durchschnitt für 15.392 €/ha. Das sind 10 Prozent mehr als 2010. Die Pachtzinsen stiegen um 15 Prozent auf 331 €/ha und Jahr. Bei Neuverpachtungen sank der Pachtzins 2011 im Vergleich zum Vorjahr sogar um 1 Prozent auf 367 €/ha und Jahr. (sta)
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