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Im Zuge des Strukturwandels in der Landwirtschaft bewirtschaften immer mehr landwirtschaftliche Betriebe immer größere Pachtflächen. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn mitteilt, wirtschafteten im Jahr 2007 über 80 Prozent der circa 47.000 landwirtschaftliche Betriebe in Nordrhein-Westfalen nicht nur auf eigenen, sondern auch auf zugepachteten Flächen. Mit 54,9 Prozent (1971: 34,6 Prozent) ist der Anteil der Pachtflächen höher als der des eigenen Landes.

Nach Angaben des Landesamtes für Statistik in Nordrhein-Westfalen erhöhte sich die gesamte Pachtfläche seit 1971 um rund 230.000 ha auf rund 835.000 ha. Die Pachtfläche insgesamt hat sich damit von 1971 bis 2007 um 37,7 Prozent vergrößert, während die LF insgesamt im gleichen Zeitraum um 13,3 Prozent zurückgegangen ist.

Aus den vorliegenden Daten errechnet sich je Betrieb eine durchschnittliche Pachtfläche von 4,4 ha im Jahre 1971, die bis zum Jahre 2007 auf 17,8 ha angestiegen ist. Je ha errechnete sich 2007 für Nordrhein-Westfalen ein durchschnittlicher jährlicher Pachtpreis von rund 300 € (1971: 151 €). Damit haben sich die durchschnittlichen Pachtpreise im genannten Zeitraum verdoppelt. (ED)

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