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In die Debatte um ein Anbauverbot für gentechnisch veränderten (GV-)-Mais in Deutschland schaltet sich der Bundestag ein. Einen Antrag der Fraktion der Grünen mit dem Titel „Anbau von gentechnisch verändertem Mais stoppen“ hat das Parlament gestern zur Vertiefung in den Agrarausschuss weitergeleitet. Die vorhergehende Debatte zeigte heftige Unstimmigkeiten zwischen Opposition und Regierung sowie innerhalb der großen Koalition. Die CDU/CSU verurteilte die Grünen der Propaganda und erklärte die Vorbehalte gegen GV-Pflanzen wären wissenschaftlich nicht haltbar. Die SPD hingegen stützte die Forderung nach einem Anbaustop und kündigte an, dies nach der Bundestagswahl bei entsprechender Mehrheit durchsetzen zu wollen. Agrarministerin Ilse Aigner hatte im Februar ein Anbauverbot von GV-Sorten noch vor der Maisaussaat erwägt. Vorher will sie noch einen Bericht des GV-Maisanbieters Monsanto abwarten, der am 31. März vorgelegt wird. (sta)
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