Ungarns Landwirtschaftsminister Dr. Sándor Fazekas vor dem ungarischen Parlamentsgebäude
-- , Foto: Messe Berlin
Ungarns Landwirtschaftsminister Dr. Sándor Fazekas vor dem ungarischen Parlamentsgebäude
Ungarn heißt 2017 das Partnerland der Internationalen Grünen Woche (IGW). Vom 20. bis 29. Januar präsentiert sich das Land, das seit 2011 einen Verzicht auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in der Verfassung festgeschrieben hat, in den Berliner Messehallen.

Zu den wichtigsten Erzeugnissen, die Ungarn nach Deutschland exportiert, zählen Mais, Futtermittel, Raps, Geflügelfleisch, Sonnenblumenkerne und -öl sowie Gemüse und Obst. "Wir setzen uns für den Schutz der Herkunftsbezeichnungen, Rückverfolgbarkeit und Regionalität ein", erklärt der Landwirtschaftsminister Ungarns, Dr. Sándor Fazekas. Besonderen Wert legen die Ungarn auf den Verzicht von Gentechnik in der Landwirtschaft, der im Grundgesetz verankert ist.

Warenhandel im Wert von 1,3 Mrd. €

Deutschland ist für die ungarische Agrar- und Lebensmittelwirtschaft der wichtigste Exportmarkt. Im Jahr 2015 wurden Waren im Wert von rund 1,22 Mrd. € in die Bundesrepublik exportiert. Bezogen auf den gesamten ungarischen Export von Agrar- und Lebensmittelprodukten ist das ein Anteil von 15,5 Prozent. Das ungarische Ministerium für Landwirtschaft prognostiziert, 2016 einen Export nach Deutschland im Wert von 1,3 Mrd. €. Umgekehrt importierte Ungarn 2015 deutsche Waren im Wert von 976 Mio. €. Damit ist Deutschland auch beim Import der wichtigste Partner.

Anteil ländlicher Bevölkerung hoch

In Ungarn leben laut Auskunft der Messe Berlin etwa 70 Prozent der rund 10 Millionen Einwohner noch in ländlichen Gebieten. Auch stiegen im Gegensatz zu anderen Ländern die Beschäftigtenzahlen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft: Waren es im Jahr 2011 noch rund 305.000 Beschäftigte, stieg die Zahl auf rund 344.000 in 2015. Allein in der Landwirtschaft gibt es 2016 über 200.000 Vollzeitstellen. (az)
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